Wer entscheidet über die Vergangenheit? Zur Zusammensetzung der neuen Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut
Im Dezember 2025 nahm die neue Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut ihre Arbeit auf. Die deutsche Restitutionspraxis dürfte sich grundlegend ändern
Im Dezember 2025 nahm die neue Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut ihre Arbeit auf. Die deutsche Restitutionspraxis dürfte sich grundlegend ändern
Datenschutz ist ein komplexes und wichtiges Thema, auch für den Kunsthandel. Verstöße haben bereits zu hohen Bußgeldern in Deutschland geführt. Eine Verbindung von Diskretion und Transparenz ist erforderlich.
Juwelendiebstähle verbinden Faszination und Gefahr: Zwischen brillant inszenierten Raubzügen und unscheinbaren Trickdiebstählen reichen die Methoden vom schnellen Blitzeinbruch bis zum raffinierten Betrug. Die rechtlichen und psychologischen Folgen sind oft gravierend, während die Prävention immer wichtiger wird.
Edelsteine sind zeitlose Schönheiten – und zugleich besonders anfällig für Täuschungen. Moderne Labormethoden bringen Licht ins Dunkel und helfen, ihre Herkunft und Echtheit zuverlässig zu bestimmen.
Der Kunstmarkt steht aufgrund seiner traditionellen Diskretion besonders im Fokus der Behörden bei der Durchsetzung internationaler Sanktionen. Aktuelle Softwarelösungen, regelmäßige Schulungen und dokumentierte Prozesse sind unverzichtbar, um weitere rechtliche und finanzielle Risiken zu minimieren.
Der Kunstmarkt gilt als besonders anfällig für Geldwäsche – etwa wenn ein Käufer hohe Bargeldsummen aufteilen will oder Herkunftsnachweise meidet. In solchen Fällen sind Kunsthändlerinnen und -händler gesetzlich verpflichtet, eine Verdachtsmeldung bei der Financial Intelligence Unit (FIU) abzugeben – unabhängig vom Transaktionswert.
Seit Anfang August gelten in den USA neue Zölle auf zahlreiche Produkte aus der EU – Kunstwerke sind bislang davon ausgenommen. Doch ob ein Werk aber tatsächlich zollfrei bleibt, hängt von der genauen Einordnung und den Details der Einfuhr ab.
Geld & Recht, Personen & Meinung
Der „HEAR Act 2.0“ erlaubt US-Gerichten, über NS-Raubkunst-Fälle weltweit zu entscheiden, was völkerrechtliche Prinzipien verletzt und zu internationalen Spannungen führt. Während Deutschland auf Kommissionen und Diplomatie setzt, schafft der US-Ansatz neue rechtliche Unsicherheiten und hohe Kosten, trotz ehrlicher Absichten.
Mit einem neuen Verhaltenskodex will die UNESCO den Kunsthandel ethisch regulieren. Doch der Entwurf stößt auf Kritik: Er ist praxisfern, rechtlich fragwürdig und könnte zum Einfallstor für neue Regulierungen werden
Geld & Recht, Personen & Meinung
Ein zentrales Kunstwerkregister verspricht Transparenz und Sicherheit – doch es wirft komplexe rechtliche, organisatorische und datenschutzrechtliche Fragen auf. Was als Lösung erscheint, könnte den Kunstmarkt tiefgreifend verändern – und neue Probleme schaffen.
Louis-XVI-Möbel, die keine sind: Dreizehn Jahre nach Überführung der Pariser Möbelfälscher, die selbst Schloss Versailles um Hunderttausende betrogen, wurden die Strafen verkündet. Und ein Freispruch.
Forschung & Diskurs, Geld & Recht
Der neue Gesetzesentwurf zur Rückgabe von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut verspricht Gerechtigkeit, bringt aber Symbolpolitik – und gefährdet durch einen umstrittenen Auskunftsanspruch faire Lösungen.