Rekord oder Durchschnitt? Wolfram Weimers Kulturetat für 2026
Der neue Rekordhaushalt für Kultur sorgt für Diskussionen: Trotz einer deutlichen Erhöhung bleibt der Anteil am Gesamthaushalt gering, und viele Einrichtungen müssen weiter sparen.
Der neue Rekordhaushalt für Kultur sorgt für Diskussionen: Trotz einer deutlichen Erhöhung bleibt der Anteil am Gesamthaushalt gering, und viele Einrichtungen müssen weiter sparen.
Forschung & Diskurs, Politik & Gesellschaft
Die Bührle-Stiftung hat den Ortsbezug in ihrem Stiftungszweck gestrichen und kann die Sammlung damit künftig auch außerhalb Zürichs zeigen, was das Kunsthaus Zürich unter Druck setzt. Hintergrund sind Konflikte über die Provenienzforschung und die kritische Neubewertung des Industriellen Emil Bührle, dessen Sammlung Werke mit NS-verfolgungsbedingter Vorgeschichte umfasst.
Seit Mai 2025 setzt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer klare Akzente: mehr Geld für Kulturbauten und Film, weniger für Provenienzforschung und Kolonialismus-Aufarbeitung.
Betrieb & Organisation, Politik & Gesellschaft
Die Pinakotheken in München sind durch einen Skandal heftig ins Schlingern gekommen. Doch worin das Skandalöse eigentlich bestand, wird immer unklarer.
Personen & Meinung, Politik & Gesellschaft
Der Kunstmarkt ist heute vor allem ein finanzielles Spekulationsobjekt, das Kunst und Publikum entfremdet. Ein neues Mäzenatentum mit Fokus auf Bedeutung, Bildung und faire Preise könnte diese Kluft überwinden.
Hamburg investiert trotz bundesweiter Kürzungen deutlich in die Kultur – Kultursenator Carsten Brosda plant mit Rekordmitteln. Während große Projekte vorankommen, fordern Galerien und Kunsthandel mehr Unterstützung und Sichtbarkeit.
Personen & Meinung, Politik & Gesellschaft
Das neue Kulturschutzgesetz ist auf dem Weg und stärkt die Arbeit aller Beteiligten im Kunsthandel – nun gilt es, es an die aktuellen EU-Vorgaben anzupassen und in den Bundestag zu bringen.
Betrieb & Organisation, Personen & Meinung, Politik & Gesellschaft
Der Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alexander Klar, erläutert im Interview, welche Fähigkeiten und Kompetenzen er für die aktuell zu besetzende Position an der Spitze der Kulturstiftung der Länder als essenziell erachtet.
Personen & Meinung, Politik & Gesellschaft
Die internationalen Handelsbeziehungen sind derzeit von Unbeständigkeit geprägt. Neue Zölle treten in Kraft, werden ausgesetzt – und könnten jederzeit zurückkehren. Auch der Kunstmarkt bleibt von dieser Entwicklung nicht unberührt.
Ina Brandes (CDU) ist seit Juni 2022 Ministerin für Kultur und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen, wo eine schwarz-grüne Koalition unter Ministerpräsident Hendrik Wüst regiert. Wir trafen sie in Berlin zum exklusiven Interview und sprachen mit ihr über Einsparungen im Kulturhaushalt, die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern, das geplante Deutsche Fotoinstitut und kulturelle Teilhabe als Kernfrage von Demokratie.
Berliner Kultureinrichtungen kritisieren die geplanten Einsparungen von 130 Millionen Euro scharf. Sie fordern Planungssicherheit, klare Entwicklungsziele und ein Bekenntnis zur Kultur, die für die Gesellschaft unverzichtbar sei.
Geld & Recht, Politik & Gesellschaft
Ab 2025 profitieren Galerien und Kunsthändler wieder vom ermäßigten Mehrwertsteuersatz, wie der Bundesrat vergangene Woche beschloss. Die Entscheidung, Teil des Jahressteuergesetzes, stärkt die kulturelle Basisarbeit von Galerien – wenn auch mit Einschränkungen, etwa für Fotografien. Ein Kommentar.